Wie sauniert man richtig?


Jetzt lesen

Ob Sauna, Wellness oder Fitness, überall gilt es wichtige Regeln zu beachten. Was muss man beim Saunieren beachten? Wie oft geht man in den eigentlichen Saunaraum, wo hält man sich in der Zwischenzeit auf? Was sollte unbedingt vermieden werden, wenn man eine Sauna besucht?

 

Gerade beim Besuch einer öffentlichen Sauna gibt es natürlich einige allgemeine Regeln der Höflichkeit und Ordnung, an die man sich halten sollte, aber auch in Privat-Saunen ist es wichtig, die Regeln zu beachten, die dem Schutz der eigenen Gesundheit dienen. Im folgenden also einige Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, damit Sie Ihrem Körper bei ersten Saunabesuchen nicht zu viel zumuten und in den Genuss der positiven Wirkungen der Sauna kommen.

 

Generell gilt: Vor dem Saunabesuch duschen und gut abtrocknen – einfach aus hygienischen Gründen und auch, weil trockene, saubere Haut besser schwitzt. Schließlich ist das eines der Hauptziele eines Saunagangs: Ordentlich schwitzen, um den Körper zu reinigen. Auch sollte vor dem Saunagang noch einmal die Toilette aufgesucht werden, denn die Nieren kommen während des Saunierens „auf Trab“ und erhöhen ihre Aktivität deutlich (was natürlich ebenfalls mehr Schadstoffe aus dem Blut filtert als unter normalen Umständen).

 

Wie sauniert man es richtig?

Nun geht es zum ersten Mal in den Saunaraum selbst. Als Ungeübter sollte man sich hier auf eine der mittleren Bänke setzen oder legen (wie erwähnt ist die Luft oben heißer als unten, was den menschlichen Körper ohne Gewöhnung oft überfordert), wobei immer ein Handtuch unter zulegen ist. Hier sollte ebenfalls um der Hygiene willen kein Schweiß auf das Holz tropfen oder anders daran gelangen – in öffentlichen Saunen ist dies selbstverständlich verpflichtend. Sitzen oder liegen? Wenn der Platz es zulässt, sollten Sie sich hinlegen, um sich möglichst gut zu entspannen (ein Keil, der den Kopf stützt, ist eine gute Hilfe). Ist die Sauna aber gut besucht und der Platz knapper oder Sie bevorzugen die sitzende Position aus Ihrer persönlichen Empfindung heraus, so ist es natürlich klüger und rücksichtsvoll, anderen Gästen gegenüber, sich aufzusetzen. Hierbei sollten die Beine angezogen werden, sich also auf derselben Bank befinden wie der Rest des Körpers. Wenn Sie die Sauna verlassen wollen, so können Sie sich dann zuerst aufsetzen, als würden Sie auf einem Stuhl sitzen, und dann aufstehen. Der Saunagang sollte etwa 8 bis 15 Minuten dauern, längere Verweildauer ist nicht nötig. Sehr wichtig: Wenn es zu heiß wird (zum Beispiel nach einem Aufguss), sollte man sich auf eine tiefere Bank setzen, um in einen etwas weniger warmen Bereich zu gelangen. Bei Unwohlsein sofort die Sauna verlassen – Ihr Wohlbefinden hat höchste Priorität. Zwingen Sie sich keinesfalls zum Bleiben!

 

Das Abkühlen: Nach einem Saunagang fühlt man sich bereits wie neugeboren und strotz vor Energie – aber um die positiven Effekte genießen zu können, darf man nicht auf das richtige Abkühlen verzichten. Deshalb: Spülen Sie sich methodisch mit kaltem Wasser ab oder stellen Sie sich gleich unter die Kaltdusche, auch wenn es ein Schock für den Körper ist – dieses „Abschrecken“ hat durchaus seinen Sinn! Es ist außerdem sinnvoll, an die frische Luft zu gehen und tief durchzuatmen, da die erweiterten Gefäße der Lunge jetzt ganz besonders gut den Sauerstoff der Luft aufnehmen (aus demselben Grund sollte auch auf Rauchen verzichtet werden, da auch Schadstoffe jetzt „freie Bahn“ hätten), und dabei ständig die Muskeln in Bewegung zu halten. Geübtere Saunagänger können auch nach einem schnellen Abduschen kurz ins Tauchbecken steigen, sollten dabei aber auch bewusst ruhig weiteratmen. Generell ist es wichtig, gut abzukühlen, da zu starkes Nachschwitzen schon manche Erkältungskrankheiten verursacht hat! Also: Beherzt ins kalte Wasser oder unter die Dusche, aber nicht nur lauwarm abspülen – hierbei würden sich auch die positiven Effekte nicht einstellen.

 

Während der Ruhephase ist es am besten, sich ruhig hinzulegen, die Beine hoch und schön warm gehalten. Vor dem Saunabesuch und während der Pausen muss viel getrunken werden: Ein bis zwei Liter Wasser oder Kräutertee sind genau das Richtige, auf aufputschende Getränke wie Alkohol oder Kaffee sollte verzichtet werden. Wenn Sie sie doch konsumieren: Nur in Maßen!

 

Vermeiden sollten Sie folgendes:

  • Das Betreten der Sauna in Badekleidung: Bedecken Sie sich nur mit einem Handtuch und ziehen Sie Badesandalen schon vor der Tür aus.
  • Schweiß aufs Holz: Bringen Sie ein ausreichend großes Handtuch mit oder leihen Sie beim Saunabetreiber eines aus, damit die hygienische Behandlung der Umgebung gewährleistet ist.
  • Saunabesuch in Eile: Die Sauna dient der Entspannung, bringen Sie also genug Zeit auch zum Ausruhen und Abkühlen mit.
  • Zuviel Bewegung in den Pausen: Sport ist nur vor den Saunieren sinnvoll, in den Pausen stellt er nur eine ungewöhnliche und unnötige Belastung des Kreislaufs dar.
  • Lärm: Seien Sie rücksichtsvoll und verhalten sich leise im Saunabereich (dazu zählt auch lautes Sprechen während des Saunierens).
  • Verlassen Sie die Sauna, wenn möglich nicht bei einem Aufguss (ausgenommen, Sie fühlen sich unwohl). Betreten Sie sie lieber kurz davor und halten sich auf einer der unteren Bänke auf.
  • Lassen Sie die Kaltdusche bzw. das schnelle Abkühlen durch den Wasserschlauch nicht weg, um in Genuss der Immunsystem- und kreislaufstärkenden Wirkung des Saunaganges zu kommen.

 

Natürlich sollten auch die speziellen Regeln einer öffentlichen Sauna beachtet werden, aber die obigen Hinweise geben Ihnen schon einen Eindruck der grundlegenden Verhaltensweise in öffentlichen oder privaten Saunen.

 

Sauna Tipps für Anfänger

Wer sich dazu entschlossen hat in die Sauna zu gehen, der wird sich in dieser Hinsicht wahrscheinlich noch nicht allzu gut auskennen. In dieser Hinsicht sind also ein paar Tipps notwendig. Hier ist an allererster Stelle erst einmal zu sagen, dass drei Saunagänge vollkommen genügen. Diese sollten allerdings vollständig durchgeführt werden. Was bedeutet, dass Wärmephase, Abkühlung und Ruhephase vorhanden sein sollten. Obendrein sollte darauf geachtet werden, dass sich in der Sauna hingelegt wird. Dies sorgt dafür, dass der Körper sich in einer einzigen Temperaturzone befindet.

 

Tipps für den Kreislauf

Das Hinsetzen sollte erst zwei Minuten vor dem Ende von dem Saunagang erfolgen. Auf diese Weise kann sich der Kreislauf stabilisieren und es treten keine Schwindelgefühle auf. Nach dem Saunagang sollte darauf geachtet werden, dass Sauerstoff getankt wird, denn so wird auch die Lunge etwas gekühlt. Als Anfänger kann auch gern nach Rat bei anderen Saunagängern gefragt werden. Wer dann auf den Geschmack gekommen ist, der kann auch darüber nachdenken, dass vielleicht komplette Saunen in die eigene Wohnung oder das Haus gebaut werden. Möglich ist dies auf ganz einfache und unkomplizierte Weise, denn die Auswahl der Saunen ist sehr groß. Es muss lediglich die passende Sauna ausgesucht werden und schon kann die Erholung zu Hause genutzt werden.




⟵ Zurück zur Übersicht